{"id":466,"date":"2020-06-02T07:00:00","date_gmt":"2020-06-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/supplychange.de\/?p=466"},"modified":"2020-06-01T19:11:51","modified_gmt":"2020-06-01T17:11:51","slug":"nachhaltigkeit-eine-frage-des-budgets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/supplychange.de\/?p=466","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit &#8211; eine Frage des Budgets?"},"content":{"rendered":"\n<p>Regionale Produkte, Biolebensmittel, Fairtrade, \u201emade in Germany\u201c \u2013 all das Kostet Geld und zwar in der Regel mehr als Discounterprodukte oder Produkte aus dem Ausland. Daher h\u00f6rt man ihr die Frage, ob Nachhaltigkeit etwas sei, dass sich nur Gutverdiener leisten k\u00f6nnten. Auf diese Frage gehen wir im heutigen Blogbeitrag ein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Definition Nachhaltigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt unterschiedliche Definitionen von Nachhaltigkeit. Wir versuchen hier nun mal kurz und b\u00fcndig den Kerngedanken wiederzugeben: Nachhaltigkeit hei\u00dft, dass wir nur so viele Ressourcen verbrauchen bzw. umwandeln (z.B. Erd\u00f6l in CO2), wie unser \u00d6kosystem in der Lage ist zu verkraften. Hei\u00dft drastisch (Vorsicht, es folgt \u00dcberspitzung! \ud83d\ude09 ) ausgedr\u00fcckt: Verbrauchen wir zu viel Erd\u00f6l, haben wir zu viel Co2 in der Luft, das zum Klimawandel f\u00fchrt. Verbrauchen wir schneller Holz, als es nachwachsen kann, haben wir irgendwann keine W\u00e4lder mehr. Produzieren wir mehr Plastik, das sehr lange zum Verrotten braucht, haben wir irgendwann einen Planeten voller Plastik. Pflanzen wir riesige Monokulturen an (egal ob das nun Bananen, Palm\u00f6lplantagen oder Soja sind) zerst\u00f6ren wir jegliches Zusammenspiel des \u00d6kosystems und haben am Ende tote Erde unter unseren F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen also unseren Ressourcenverbrauch im Einklang mit unserem \u00d6kosystem halten. Das ist m\u00f6glich indem wir:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Weniger Konsumieren und Produzieren (Suffizienz)<\/li><li>Materialien und Energie sinnvoll und effizient einsetzen und langlebige Produkte schaffen (Effizienz)<\/li><li>Verbrauchte Materialien ihrem Kreislauf zur\u00fcckf\u00fchren bzw. wiederverwerten (Recycling!) und damit M\u00fcll vermeiden (Konsistenz)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>(Quelle 1)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Messbarkeit von Nachhaltigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gegeben der obigen Definition von Nachhaltigkeit, werdet ihr es vermutlich schon bemerkt haben. Zu messen, wie nachhaltig mein Lebensstil ist, ist nicht so einfach. Es h\u00e4ngt davon ab wie viel ich konsumiere, was ich konsumiere und wie ich mit meinem \u201eM\u00fcll\u201c umgehe. All diese Punkte haben verschiedene Einheiten und bekanntlich lassen sich \u00c4pfel ja nicht mit Birnen vergleichen. Am \u201eeinfachsten\u201c (wobei auch das nicht wirklich einfach ist) l\u00e4sst sich noch der CO2 Aussto\u00df berechnen, dazu findet man tats\u00e4chliche viele Statistiken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr Verdienst = mehr CO2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Rechnung stimmt laut einer Studie des Umweltbundesamt mit 1000 Teilnehmern. Auch die Wirtschaftsweisen stimmen dem \u00fcberwiegend zu (Quelle 2). Das liegt vor allem am Konsumverhalten. Denn je mehr man verdient, desto mehr gibt man in der Regel auch aus. Und Konsum hei\u00dft, dass etwas produziert werden muss, was wiederum meist einen CO2 Aussto\u00df verursacht. Auch Flugreisen produzieren bekanntlich viel CO2 und Flugreisen werden sowohl privat als auch beruflich haupts\u00e4chlich von Gutverdienern gebucht. Nat\u00fcrlich hei\u00dft das nicht, dass jeder Gutverdiener sich zwangsweise so verh\u00e4lt. Aber im Schnitt stimmt diese Rechnung eben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltig leben ohne viel Geld auszugeben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bioprodukte, faire Produkte und regionale Produkte sind im Sinne der Nachhaltigkeit definitiv sinnvoll. Wer sich dies leisten kann und m\u00f6chte, der kann seiner Umwelt dadurch etwas gutes tun. Sie sind aber eben nicht der einzige Faktor in unsere Nachhaltigkeitsbilanz. Wer nachhaltig leben m\u00f6chte, kann dies insbesondere, in dem er oder sie WENIGER Geld f\u00fcr unn\u00f6tigen Konsum ausgibt und damit Ressourcen schont. Produkte sinnvoll und lange zu verwenden, um M\u00fcll zu vermeiden, ist im Regelfall ebenso nicht vom Verdienst abh\u00e4ngig. M\u00fcll richtig zu trennen, damit er wieder recycelt werden kann oder gar DIY Upcycling zu betreiben, ist genauso kein Gehaltsthema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-white-color has-accent-background-color\">Das Problem: Wir leben in einer Gesellschaft die uns suggeriert, Konsum w\u00fcrde gl\u00fccklich machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser pers\u00f6nliches Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir glauben, dass wir im Schnitt nicht mehr oder weniger Geld ausgeben, weil wir in unserem Alltag auf Nachhaltig achten (ACHTUNG, wir haben nicht den Anspruch hier perfekt zu sein, sondern haben auch unsere \u201eLaster\u201c). Wir geben mehr Geld aus f\u00fcr Lebensmittel, um faire, regionale und Bioprodukte zu kaufen. Wir geben aber deutlich weniger Geld f\u00fcr Konsumg\u00fcter wie Kleidung und Haushaltsprodukte etc. aus. Kleidung kaufen wir allgemein sehr wenig (daf\u00fcr dann von nachhaltigen Anbietern oder 2nd Hand). F\u00fcr Haushaltsprodukte schauen wir gerne mal auf Ebay Kleinanzeigen oder \u00e4hnliches und erm\u00f6glichen den Produkten so ein l\u00e4ngeres Leben, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-black-color has-lightest-gray-background-color\">Quelle 1: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachhaltigkeit#Definitionsvielfalt\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachhaltigkeit#Definitionsvielfalt<\/a><br>Quelle 2: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/co2-emissionen-in-deutschland-die-schwierige-rechnung-mit.3669.de.html?dram:article_id=453960\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/co2-emissionen-in-deutschland-die-schwierige-rechnung-mit.3669.de.html?dram:article_id=453960<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regionale Produkte, Biolebensmittel, Fairtrade, \u201emade in Germany\u201c \u2013 all das Kostet Geld und zwar in der Regel mehr als Discounterprodukte oder Produkte aus dem Ausland. 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